30.07.2010: Mit Genmais verunreinigtes Saatgut - Pioneer will Bauern nicht entschädigen
Nach wie vor lehnt Pioneer eine vorbehaltlose und angemessene
Entschädigung der Bauern ab, die von den GVO-Spuren im Maissaatgut
betroffen sind.
Das ist das Ergebnis von bisher zwei Informationsveranstaltungen in
Bayern. Informationsveranstaltungen in Baden-Württemberg und
Niedersachsen werden in den nächsten Tagen folgen.
Die Landwirte brachten zwar Verständnis dafür auf, dass die
Vorgehensweise der Behörden in Niedersachsen im Hinblick auf Probenahme,
zeitliche Verzögerung der Ergebnisbekanntgabe durch Pioneer nicht
hinnehmbar sei. Andererseits seien diese Streitfragen nicht auf ihrem
Rücken auszutragen, so die Bauern.
Einigkeit: Soforthilfe ist zu gering
Der Deutsche Bauernverband (DBV) fordert hierzu von der Politik
grundsätzliche Entscheidungen, damit sich derartige Fälle in den
nächsten Jahren nicht wiederholen können. Der DBV ist sich mit der Mehrzahl
der betroffenen Landwirte und Landesbauernverbände einig, dass die von
Pioneer angebotene Soforthilfe nicht akzeptiert werden kann. Denn
Pioneer verlangt, dass Landwirte diese Soforthilfe je nach Ausgang eines
gerichtlichen Musterverfahrens an Pioneer wieder zurückzahlen sollen.
Außerdem kritisieren Landwirte die Höhe der Soforthilfe als
unangemessen.
DBV: Unterrstützung bei Klagen
Der Berufsstand unterstreicht erneut seine Forderung an Pioneer, sich
endlich seiner Verantwortung gegenüber den betroffenen Bauern zu
stellen und die Landwirte schnell, fair, unbürokratisch, angemessen und
ohne Rückzahlungsvorbehalt zu entschädigen. Erforderlichenfalls werde
der DBV und seine
Landesbauernverbände die Landwirte bei einer gerichtlichen Durchsetzung
ihrer Ansprüche begleiten.
Quelle: http://www.agrarheute.com/?redid=341838
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